Gelingt gegen Lindenthal der Befreiungsschlag ?

12.10.2017 Fussball Senioren I

Nach dem Remis beim letzten Heimspiel gegen den VfL Rheinbach ( 1:1 ) und der Niederlage in Schlebusch ( 1:3 ) hofft man im TuS-Lager endlich auf den ersten Dreier in der Saison. Gegen den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger aus dem Kölner Westen, die Mannschaft belegt immerhin nach dem 7. Spieltag mit 14 Punkten Platz 4, wird dies aber alles andere als ein leichtes Unterfangen.

Am letzten Spieltag schlugen die Gäste den FV Endenich glatt mit 3:0 und zeigten dabei ein starkes Spiel. Beim TuS läuft im Moment so alles schief, was schief laufen kann. Nachdem die Vorbereitung schon nicht so war wie sich die Offiziellen das vorgestellt haben, muss man jetzt auch noch mit den Problemen wie fehlende, verletzte oder gesperrte Spieler umgehen. Dazu kommt noch, dass man sich noch nicht so richtig mit der neuen Spielklasse anfreunden kann. Hier wird gnadenlos jeder Fehler bestraft, und davon macht man im Moment einfach zu viele.

In der Offensive erarbeitet man sich zwar Torchancen, nutzt diese aber nicht. So rennt man immer wieder Rückständen hinterher und wird dann eiskalt ausgekontert. Dass man die Qualität hat in der Klasse zu bestehen zeigte man zum Beispiel im Spiel gegen Oberpleiss. Man war mindestens ebenbürtig, aber nicht konsequent im Abschluss und so stand es zur Pause 0:2 und das Anrennen in der zweiten Hälfte war leider vergebens. Auch beim letzten Spiel in Schlebusch war man drauf und dran, etwas zählbares mitzunehmen. Der Anschlusstreffer zum 1:2 kurz vor der Pause durch Ugin Kwarteng setzte neue Kräfte frei. Man merkte den Akteuren an, dass sie nicht mit leeren Händen aus Leverkusen fahren wollten, aber es war mal wieder wie verhext - das Runde wollte einfach nicht ins Eckige ! Und so nutzten die Gastgeber einen Konter in der 89. Minute zum entscheidenden Treffer.

Natürlich ist man aufgrund der Ergebnisse enttäuscht, aber man darf jetzt den Kopf nicht in den Sand stecken und muss einfach weiter arbeiten. Auch den Glauben an die eigene Stärke sollte man jetzt nicht verlieren. Schliesslich hat man auch in der letzten Saison Nackenschläge weggesteckt und ist gestärkt aus diesen Krisen hervorgekommen. Die Personalsituation ist zwar nicht die Beste, aber schon viele Teams haben gezeigt, dass man dann enger zusammenrücken muss und so Erfolge feiern kann. Um für ein weiteres Jahr in der Landesliga planen zu können, steht natürlich noch viel Arbeit für den TuS an. In der anstehenden Partie gegen Mitaufsteiger Borussia Lindenthal-Hohenlind soll zumindest ein Anfang gemacht und der erste Saisonsieg eingefahren werden. Trotz der bislang mageren Ausbeute (sieben Spiele, zwei Punkte) übt man sich im Mondorfer Lager in Gelassenheit.

Und so ist auch die Aussage des "Comebackers" Benjamin Lüssem zu verstehen :

Um für ein weiteres Jahr in der Landesliga planen zu können, steht noch viel Arbeit für den TuS an. In der anstehenden Partie gegen Mitaufsteiger Borussia Lindenthal-Hohenlind (So., 15 Uhr) soll zumindest ein Anfang gemacht und der erste Saisonsieg eingefahren werden. Trotz der bislang mageren Ausbeute (sieben Spiele, zwei Punkte) übt man sich im Mondorfer Lager in Gelassenheit: „Wir sind alarmiert, brechen aber nicht in Panik aus”, sagt Lüßem, der nach wie vor an den Klassenerhalt glaubt: „Nach sieben Spieltagen schon aufzugeben, wäre ja eine Bankrotterklärung. Wir können mithalten, waren bislang aber zu blauäugig. In der Bezirksliga wurden Fehler noch eher selten bestraft, in dieser Klasse fast immer.”

Eigentlich hatte sich Benjamin Lüßem schon mit dem Gedanken abgefunden, nicht mehr Fußball zu spielen. Doch knapp zehn Monate nach seinem letzten Einsatz für den TuS Mondorf feierte der Abwehrakteur am Sonntag sein Comeback: In Schlebusch (1:3) brachte Trainer Jürgen Hülder den Routinier zu Beginn der zweiten Halbzeit für Innenverteidiger Martin Sistig. „Das war schon ein sehr emotionaler Augenblick für mich”, sagt Lüßem. Schließlich habe er selbst lange Zeit nicht mehr daran geglaubt, noch mal auf den Rasen zurückzukehren.

Also TuS, auf geht`s - zeigt, dass der Sportpark Süd für die Gäste nicht so einfach zu knacken ist !

(H.Jürgensen)