Samstags-Krimi mit Ständchen am Ende

12.10.2020   |Volleyball Bundesliga Herren I

Samstags-Krimi mit Ständchen am Ende

Gast war am Samstagabend der VC Bitterfeld-Wolfen. Bitterfeld lag zum Zeitpunkt des Anpfiffs auf Rang 10 in der Tabelle, hatte aber auch erst ein Spiel auf der Habenseite. Dieses verlor man 3:1. Der TuS Mondorf wollte vom Start weg konzentriert arbeiten, denn auf der anderen Seite lauerte eine wortwörtliche Wundertüte, die man auf keinen Fall ins Spiel lassen wollte.

Zum Spiel

Das Ziel war klar, konnte aber nicht umgesetzt werden. Das Tabellenbild war trügerisch. Bitterfeld präsentierte sich ungemein angriffslustig und kaufte den Mannen um Trainer Tasos Vlasakidis den Schneid ab. Druckvolle Aufschläge und gute Block-Feldabwehr machten es den Jungs des TuS schwer ins Spiel zu finden und somit gab man den ersten Satz 25:19 ab. Auch im zweiten Satz dominierten Eigenfehler des Heimteams und starke Aufschläge des Gegners das Spiel. Erst gegen Ende des Satzes wachte das Team aus Mondorf auf und kämpfte sich auf ein 25:23 heran. Zu Spät! Ärgerlich!

Aber nun war man auf Betriebstemperatur. Und das konnte man in den darauffolgenden Sätzen sehen. „Nicht schon wieder Punkte liegen lassen“ war die Ansage. Der dritte Satz war schnell erklärt. Fulminante Defense, starker Angriffsdruck, fast keine Aufschlagfehler mehr und ein Heimteam, das wie in einem Rausch Punkt für Punkt gewann - 25:13 für den TuS. Diesen positiven Flow nahm man mit in Satz 4. Und das klappte. Eine konzentrierte Leistung des vierten Satzes wurde mit 25:17 gekrönt - 1 Punkt auf der Habenseite. Doch der TuS wollte mehr. Das spürte die ganze Hardtberghalle. Angepeitscht von den, wieder mal überragenden, Fans, entwickelte sich der fünfte Satz zunächst auf Augenhöhe. Gegen Ende schaffte man zwei wichtige Breaks und ein Ass zum Spielgewinn. Unglaublich! Die Mondorf-Hymne wurde angestimmt, lauthals mitgesungen und 2 Punkte bleiben zuhause.

Fazit: Mondorf dreht zum ersten Mal in der Bundesliga-Geschichte ein Match. Aus 0:2 gewinnt man 3:2. Der Verlust der ersten beiden Sätze war aber eigentlich nicht nötig. Das muss analysiert werden.

Die Stimmen zum Spiel finden Sie in der heimischen Presse.

(MachPuls)