TuS Mondorf - viel Potenzial, wenig Konstanz

23.12.2020   |Volleyball Bundesliga Herren I

TuS Mondorf - viel Potenzial, wenig Konstanz

Eine Zwischenbilanz der zweiten Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga Die Volleyballer des TuS Mondorf waren zur Saison 2019/20 in die 2. Volleyball-Bundesliga aufgestiegen und hatten damit endgültig den SSF Bonn in seiner Rolle als stärkste Männer-Volleyballmannschaft in der Region abgelöst. Nach dem coronabedingten Saisonabbruch in der Premierenspielzeit ist nun die Hinrunde der zweiten Saison vorbei.

Das Abstiegsgespenst vertrieben

Die Niederkassler waren vergangene Saison mit nur einem Neuzugang in Deutschlands zweithöchste Spielklasse gestartet. Der Kampf, nicht direkt wieder den Gang in die Dritte Liga antreten zu müssen, hatte bis zum letzten Spieltag der vorzeitig beendeten Saison angedauert. Nach der Hinrunde 2020 kann man sagen, dass das Abstiegsgespenst weitestgehend aus der Hardtberghalle vertrieben wurde. Während die Mondorfer 2019 nach zehn Spielen erst sieben Zähler gesammelt hatten, sind es in diesem Jahr bereits mehr als doppelt so viele.

Die griechische Philosophie ist im Rhein-Sieg Kreis angekommen

Gegen Ende der Aufstiegssaison ist Anastasios Vlasakidis zum TuS Mondorf gestoßen, seit der ersten Spielzeit in der 2. Bundesliga ist der gebürtige Grieche der Chef an der Seitenlinie. Der Diplom-Volleyballtrainer hat mit seiner akribischen Statistik-Analyse die Mannschaftstaktik auf ein neues Level gehoben. Eine solche Umstellung darf auch mal etwas Zeit kosten, umso mehr ist Tasos glücklich mit dem bisherigen Zwischenstand: „Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden, trotz der instabilen Leistung, die wir in paar Spielen gezeigt haben. Wir gehen in die richtige Richtung und Platz 7 in der Tabelle zeigt im Moment leider den Wert von uns nicht!“

Von größeren Sorgen verschont

Das Gesamtkonzept greift mittlerweile auf vielen Ebenen. Ein Athletikplan soll die Spieler gesund halten, Teammanager Klaus Utke hält alle Sorgen rund um die Organisation bestmöglich vom Team fern und Ex-Trainer Sven Vollmert kommuniziert zwischen allen Beteiligten und kümmert sich so um eine allgemeine Zufriedenheit. Dazu kommt noch das Glück des Tüchtigen, sodass der TuS Mondorf von größeren Problemen verschont bleibt. Beim TV Baden beispielsweise musste der Ausfall von zwei verletzten Stammspielern kompensiert werden, in Braunschweig wurde nach Coronaschließungen keine Halle für den Trainings- und Spielbetrieb gefunden und Bocholt hatte sich gleich zu Beginn der Saison vom Trainer getrennt. Alles drei Teams, an denen sich der TuS Mondorf im Vergleich zur letzten Saison auf der Tabelle vorbeigearbeitet hat.

Schon richtige Mondorfer

Mit Jeff Kaiser, Jan Danielowski, Markus Köppke, Miguel Reuss und Tim Kreuzer sind gleich fünf neue Spieler zum Team dazu gestoßen. „Die Neuzugänge haben frischen Wind ins Team gebracht“, lobt Kapitän Max Funk. Allen voran hat sich Jan Danielowski mit seiner routinierten Spielweise schnell einen Platz in der Startaufstellung gesichert. Auch die anderen drei tragen mit motivierter Leistung im Training und gezielten Einsätzen in den Spielen ihren Teil zum Team bei. Coach Tasos bemerkt: „Die Neuen haben sich sehr gut angepasst und sind mittlerweile richtige Mondorfer geworden.“

Viel Leidenschaft vom Helferteam

Trotz oder gerade wegen Corona haben sich 2020 auch viele Dinge neben dem Spielfeld weiterentwickelt. Um die Spiele weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat sich unter der Leitung von Ex-Mondorfer Ben Wedel ein starkes Livestream-Team gebildet. Übertragen werden die Heimspiele mit bis zu fünf Kameras und zwei Kommentatoren. Auf der Plattform sporttotal.tv, Medienpartner der Volleyball-Bundesliga, schauten so zuletzt über 1000 Leute bei den Spielen des TuS Mondorf zu.

2021 – Sport, Gesundheit und ein Podcast

Große Reden über sportliche Pläne schwingt in Mondorf derzeit niemand. Die Verantwortlichen wünschen sich, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden kann und die Spieler und alle Beteiligten gesund bleiben. „Wir freuen uns auf die weiteren Spiele der Hinrunde, der Rückrunde, das neue Jahr und hoffen noch den einen oder anderen Platz in der Tabelle zu klettern und, dass unsere Fans uns auch bald wieder live in der Halle anfeuern können“, so Teammanager Klaus Utke. Hinter den Kulissen wird bereits am nächsten Projekt gearbeitet: Ab Januar ist ein Podcast geplant. Interessenten der zweiten Liga Nord sowie Fans des TuS Mondorf sollen dort gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Weitere Infos dazu gibt es in der heimischen Presse auf machPuls.

 

(Tim Kreuzer für machPuls)